Natur,  Reisen

Ein vollkommen unaufgeregtes Wochenende

Spanien, Frankreich, Holland oder sogar Marokko und Korea und Weitere habe ich schon bereist.

Na ja wie alle rundherum – nichts Besonderes !

Auch von Deutschland habe ich schon eine Menge besucht, alleine schon, weil meine Eltern mit mir früher (meine Güte es sind tausend Jahre her !!) viel in Deutschland unternommen haben.

Neuland

Jetzt stellte ich fest, ich kenne die Lüneburger Heide überhaupt nicht. Heide na ja eine nett rosa blühende Pflanze und das Ganze ganz viel ! Oder doch mal ganz anders ?

Ich hatte schon ein paar Jährchen drüber nachgedacht ( bloß keine spontanen Aktionen – lach ) und nun war es so weit. Vor ca. 3 Monaten buchte ich eine nette Pension im Nichts 😉 Na ja, es war ein Örtchen ca. 4 km entfernt aber für eine Großstädterin doch eher das Nichts.

So um die 350 km Entfernung aber schon eine tüchtige Fahrt, da es zum Schluss mal fröhlich 70 km über Land ging.

Das ist ja ganz anders

Meine Erwartungen bestanden darin, dass ich riesige Heideflächen so weit das Auge reicht im Kopf hatte. Weit gefehlt, die Heide gibt es nur noch in verschiedenen durchaus weiten Flächen aber lange nicht so wie ich dachte.

Der Gasthof war entzückend, der Ort war nett, das Wetter fantastisch ! Die Gegend eigentlich völlig unaufgeregt und die Touristen eher um die 70 Plus, meist mit E-Bike unterwegs.

Und dann hat es mich gepackt. Es war sooo schön ! Wirklich weite Ebenen mit sandigem Boden und Heidekraut so weit das Auge reichte. Und Wacholderbüschen – so imposant.

Auf einmal war ich klein und alle Probleme auch. Diese wunderbare Weitre nahm mich gefangen.

Eine geführte Tour durch die Heide von einer wirklich tollen Naturführerin gab mir noch interessante Infos über und um die Heide. Und damit kann ich mich jetzt hervor tun, man glaubt ja nicht, wie wenig die Leute um mich herum über die Heide wissen 😉

Selbst die Heidschnucken, die ich bis dahin nur auf der Speisekarte beachtet hatte, nahmen mich gefangen. Eine Herde von fast 500 Tieren auf einmal zum Stall kommen zu sehen hat was.

Da es aber unglaublich gesundes Fleisch ist (sie fressen echt nur die komplett unbehandelte Heide), gab es ein klitzekleines (oder mittleres) Stück Heidschnuckenbraten zum Abendessen.
Tröstlich, dass die Tiere wirklich ein hübsches Leben hatten.

Und die Moral von der Geschicht’

Ja wo ist denn nun das Glück in der Geschichte ?
Ich bin glücklich, in so einem schönen Land zu wohnen, wo ich immer noch so viel Neues entdecken kann. Ich bin glücklich, dass ich mir so ein hübsches Wochenende leisten kann.
Ich bin glücklich über Menschen, die ich dort kennengelernt habe und die mich inspiriert haben. Nein, nicht die Dame, die uns abends im Restaurant bedient hat und in 5 Jahren 30.000 !!! Fahrradkilometer gemacht hat !Vielleicht ein bisschen, denn ein paar kleine Radtouren habe ich doch in meinen Alltag eingebaut 😉

Und das große Glück ist, dass ich tatsächlich fit und gesund genug bin und solche Touren genießen kann. Das ist nämlich gar nicht so selbstverständlich aber oft denke ich nicht darüber nach.

Also Fazit: Nicht immer nach den Sternen greifen, das Glück liegt oft so nah !

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